dimanche, novembre 05, 2006

Bloß nicht erfrieren!

Los gehts in das Massif Belledonne, in jenes aus Granit, mit einer Wanderroute, vorgeschlagen von meinem Berater des Vertrauens aus der "Maison de la Montagne" in Grenoble. Leider hatte er uns nicht darauf Aufmerksam gemacht, dass die Busse nur Samstag bzw. am Wochenende in dei Berge fahren. Nach einer Diskussion per SMS zwischen Jördis und mir am Abend zuvor, am Donnerstag, schwangen wir uns am Freitag, den 3. 11. trotzdem in unsere Wanderschuhe und vertrauten auf nette Autoverfahrer, die uns nach oben zu unserem Startpunkt, einem Parkplatz namens: les Seiglières bringen würden. Ab Uriage les Bains, dort gelangten wir noch per Bus hin, streckten wir unsere Daumen raus und nach nicht alt zu langer Zeit erklärte sich auch schon ein abstruser Typ bereit, der in seinem Leben wohl gerne Rennfahrer geworden wäre und die Berge mit kaputtem Motor berast uns bis zu unserem Startpunkt, dem Parkplatz auf 1140m, einer nach dem oben besagten, brachte.
Unser Wanderziel war die Hütte (refuge) an den lacs Robert auf 1998m.
Die Route dort hinwar von schönen Wasserfällen geschmückt und bewundern konnten wir auch schon einige vereiste Stellen, die schöne Figuren abgaben.














Beim wandern kommt man ja besaglich ins Schwitzen, wir liefen trotzdem ganz schön lange um endlich einen Platz in der Sonne für unser Picknick zu finden, denn bei den Temperaturen wartet das Frieren auch nicht lange un deshalb muss es ein Sonnenplatz sein.
Gleich, hinter der Ecke sollten wir unser Ziel erreichen und die Seen erblicken mit der kleinen niedlichen Refuge.









Irgendwie hatten Jördis und ich das dringende Bedürfnis nach unten und in die weite Ferne zu schauen. Nach so einem Aufstieg war auch der Reiz doch noch viel größer als das die Müdigkeit uns den Ausblick hätte verwehren können. So machten wir uns nochmal ohne Rucksack auf den Weg.







Der heiße Tee war jetzt genau das richtige und als gut ausgestattete Reisegruppe (Es waren drei: Jördis, Paul, ein Freund von Jördis und ich.), befanden sich auch Kocher und Kartusche im Rucksack. Leider machte uns das französiche Schraubsystem einen Strich durch die Rechnung, denn es gab irgendwie nichts zum Schrauben an der Kartusche. Mit unserem Kocher konnten wir also nichts anfangen. Man, es war so kalt da oben und wir wünschten uns nichts sehnlicher als was warmes zu Trinken oder zu Essen. Feuer machen ist auch eine gute Idee, nur oberhalb der Baumgrenze lässt sich da nicht mehr so wirklich viel finden. Wir haben es dann letzlich doch hinbekommen mit ein paar dünne Ästen und waren total stolz und begeistert von diesem Abenteuer. Die Nudeln waren sogar richtig gut und die heiße Brühe war auch sehr wohltuend. Das Prinzip ist ganz einfach, entweder Bewegen oder Frieren.
19:30 uhr, was sollte man anderes machen als ins Bett verkriechen ohne Licht und im Zitterzustand. Die Schlafsäcke versprachen immerhin ausreichend Wärme und diese konnten wir auf vorhandenen Matratzen ausbreiten.
Das gelang auch. zum Glück, nach einer Stunde hatte ich es richtig warm in meinem Schlafsack und dachte mir, die Investition hat sich wohl gelohnt.
Am nächsten Morgen entschieden wir uns trotzdem für den Abstieg und nahmen den selben Weg, immerhin fährt uns vielleicht ein Bus bis in das Tal oder nach Grenoble, es war ja schließlich Samstag. Ursprünglcih waren drei Wandertage und zwei Nächte geplant, nur hat uns eine Extremnacht schon gereicht.
Wir trampten wieder in den Ort hinunter, nach St. Martin Uriage, das letzte Stück bis Uriage les Bains war ab dort nicht mehr weit zu erlaufen. Auf den Bus hätten wir sonst 4 Stunden am Parkplatz warten müssen. Allerdings waren die ganzen Wochenendausflügler auch nicht so willig und nach 1,5 Stunden erbarmte sich endlich jemand. Wie sollte es auch anders sein in Frankreich, der nette alte Herr war gerade auf dem Weg zum Boulespiel. Ja, das spielt man das ganze Jahr und im Winter in einer Halle, sonst frieren sie fest, die Hände an den Kugeln oder so ähnlich.
Wieder in der Zivilisation mit dem Blick auf Belledonne. Es war zwar sehr kalt aber dafür hatten wir wunderschönen blauen Himmel.

6 Comments:

At novembre 06, 2006 7:09 PM, Blogger Ailuj13 said...

Wie schön das alle aussieht, fast wie von einem anderen Stern! Da freu ich mich schon heute auf unsere Wanderabenteuer und werd mir wohl bis zum nächsten Jahr noch eine passende Ausrüstung erwerben müssen!

 
At novembre 06, 2006 10:39 PM, Anonymous Anonyme said...

oh...da werde ich ja ganz neidisch. KLingt ja alles wahnsinnig toll und die Bilder, die du gemacht hast lassen wirklich fantastische kommende Wanderungen vermuten. Naja, obwohl Winter vielleicht nicht so die beste Jahreszeit für sowas ist. Snowboarden wohl schon eher. liebe Grüße.

 
At novembre 07, 2006 12:24 AM, Blogger Uwe Zwo said...

Mit Frost scheinst du jedenfalls keine Probleme zu haben....Sag mal ganz ehrlich: Studierst du da drüben auch wirklich so mit in der Uni sein und so?

 
At novembre 07, 2006 11:55 AM, Blogger philaumonde said...

Ich hatte doch gerade eine Woche Ferien und sonst geh ich immer fleißig hin und mach meine Ausflüge im großen und ganzen am WE.

 
At novembre 07, 2006 5:40 PM, Anonymous Anonyme said...

jaja.... die studenten. ferien! und das um diese jahreszeit... da sag nochmal einer, dass wir schüler andauernd frei haben!
aber schön siehts schon aus bei dir.

 
At novembre 13, 2006 2:14 AM, Anonymous Anonyme said...

Echt super Fotos! Das Zweite ist nur etwas blaustichig.

Da gehört ja schon echt viel Motivation dazu, bei der Kälte auf 'nen Berg zu latschen und sich oben mit vermutlich nicht gecheckter Ausrüstung erst mal den Ar*** abzufrieren!

 

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