mardi, juillet 10, 2007

Opinel und Torino

Nein, Opinel ist keine Stadt, sondern eine lange französische Tradition der Herstellung von Messern aus Albiez, bei Saint Jean de Maurienne, der Geburtsstadt von Sylvain, eine Stadt in der Savoie, zwischen Grenoble und Turin oder: Eine Stadt südlich von Albertville, im Maurienneental. Dort befindet sich heute ein Museeum mit Shop, bei dem wir am Samstag Vormittag mit dem Auto halt machten, bevor wir weiter nach Turin gondelten, die italienische Stadt, die nicht weit dahinter liegt. Immerhin gab es schon zwei gute Gründe für einen Besuch in der Opinelstadt.
Übrigens, das Verfahren mit dem Auto in Frankreich ist doppelt so schlimm wie in Deutschland. Man ärgert sich nicht nur über die Zeit, die man verloren hat, sondern über das eben so verlorene Geld. Man kann nicht einfach hinter dem "Autobahngebührentempel" umdrehen, man ist gezwungen weiter zufahren und zu hoffen, dass bald eine Ausfahrt kommt. Je nach dem zahlt man dann mehr oder weniger doppelt Geld.
So erging es uns, als wir den Autobahnabzweig Richtung ALbertville verpassten. Zum Glück hatten wir soviel Zeit eingeplant, dass uns selbst die Stunde verspäteter Aufbruch den Zug nicht von hinten sehen ließ. Für die, die jetzt verwirrt sein sollten: Das Auto brachte uns bis St. Jean de Maurienne, welches dort eine Nacht geparkt wurde und dann gings von dort aus weiter mit dem Zug nach Turin.
Turin? Man kann es sich mal angucken, wenn man zufällig vorbei fährt. Diese quadratischen Straßen und riesiegen, prunkvollen Gebäude können schon mal Unbehagen hervorrufen. Pizzerien sind auch nicht so zahlreich und wenn man sich dann doch in einer niederlässt und dabei ist eine Pizza zu wählen, dann ist sie selten gut oder man sollte sichergehen, dass die Auswahl nicht eine "Pizze" betrifft, das sind die kleinen Dinger mit dickem Teigboden. Ein "Ristorante" wäre hier wohl die bessere Art zu speisen.
Allerdings war der Cappucino echt reinste Sahne, zu finden in einem kleinen Café abseits des Prunks. Eine italienische Wahrheit.